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Chronische myeloische Leukämie

Informationen für Betroffene und Angehörige

Chronische myeloische Leukämie

Leukämie ist eine vergleichsweise seltene Krebserkrankung. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass in Deutschland jährlich ca. 9.100 Menschen an einer der verschiedenen Leukämieformen erkranken. Bezogen auf alle Krebsneuerkrankungen liegt der Anteil der Leukämien bei rund 2 %. Ungefähr 15 % der Leukämie-Patienten leiden an chronischer myeloischer Leukämie.

Unter dem Begriff Leukämien werden Erkrankungen des blutbildenden Systems zusammengefasst, die in den meisten Fällen durch eine erhöhte Zahl weißer Blutkörperchen und deren Vorstufen charakterisiert wird. Dieses Symptom veranlasste Rudolf Virchow dazu, der Erkrankung den Namen „Leukämie“ zu geben. Der Begriff Leukämie stammt aus dem Griechischen und kann mit „weißes Blut“ übersetzt werden.

Zellbestandteile des Blutes

Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) gehören neben den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und den Blutplättchen (Thrombozyten) zu den zellulären Bestandteilen des Blutes. Sie sind – verglichen mit den beiden anderen Zelltypen – nur in geringer Anzahl vertreten. Rund 99 % der zellulären Bestandteile des Blutes sind rote Blutkörperchen. Den Rest bilden Leukozyten und Thrombozyten. Leukozyten werden wiederum unterteilt in Granulozyten (60-70 %), Lymphozyten (20-30 %) und Monozyten (2-6 %).

Formen der Leukämien

Leukämien werden nach ihrem Krankheitsverlauf in chronische und akute Formen gegliedert. Je nachdem, welche Zelltypen an der Erkrankung beteiligt sind, wird jeweils untergliedert in zwei weitere Unterformen. Es ergeben sich somit vier Hauptgruppen:

  • akute lymphatische Leukämie (ALL)
  • akute myeloische Leukämie (AML)
  • chronische lymphatische Leukämie (CLL)
  • chronische myeloische Leukämie (CML)

Die chronische myeloische Leukämie (CML) geht von den Zellen der myeloischen Reihe aus, die im Knochenmark gebildet werden. Insbesondere sind die Vorstufen der Granulozyten betroffen. Die CML ist dadurch gekennzeichnet, dass es zu einer erheblichen Vermehrung bestimmter Leukozytenvorstufen (sog. Myeloblasten) v. a. im Knochenmark kommt. Myeloblasten sind die jüngsten morphologisch erkennbaren Zellen der Granulopoese, d. h. der Entwicklung von Granulozyten. Bei der CML kommt es zu einer starken Vermehrung aller granulopoetischen Zellen im Knochenmark, Blut und verschiedenen Organen. (ah)

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