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Chronische myeloische Leukämie

Informationen für Betroffene und Angehörige

Entstehung der chronischen myeloischen Leukämie

Eine Ursache der unkontrollierten Vermehrung der Myeloblasten bei chronischer myeloischer Leukämie ist eine Mutation in der Erbsubstanz einer hämatopoetischen Stammzelle. Diese bildet einen Zellklon, dessen Erbsubstanz in vielen Fällen im Chromosom 22 – dem sog. Philadelphia-Chromosom – verändert ist. Unkontrollierte Zellvermehrung und das Versagen des programmierten Zelltodes (Apotose) führen dazu, dass im Knochenmark immer mehr krankhaft veränderte und immer weniger gesunde blutbildende Zellen vorkommen.

Aus welchem Grund es zu diesen Mutationen kommt, ist bis heute nicht bekannt. Als Risikofaktoren, die zur Entstehung einer chronischen myeloischen Leukämie führen können, gelten u. a. hohe Dosen ionisierender Strahlung sowie bestimmte chemische Substanzen (u. a. Benzol).

Das Philadelphia-Chromosom

Zwei amerikanische Wissenschaftler entdeckten 1960 in Philadelphia unter dem Mikroskop eine für CML typische Chromosomenveränderung. Bei CML ist häufig das Chromosom 22 kürzer als normal, weil es einen seiner Genabschnitte mit einem Teil des Chromosoms 9 „getauscht“ hat. Dieser Vorgang wird als reziproke Translokation bezeichnet.

Die Veränderung liegt im Bereich der Gene ABL bei Chromosom 9 und BCR bei Chromosom 22, die bei diesem Vorgang z. T. fusionieren und dabei das sog. Fusionsgen ABL/BCR bilden. Das Gen ABL kodiert für ein Protein (Tyrosinkinase), welches an der zellulären Wachstumsregulation beteiligt ist. Die Bildung des Fusionsgens hat eine hohe und unregulierte Aktivität des Proteins Tyrosinkinase zur Folge, wodurch es zu unkontrolliertem Zellwachstum kommt. (ah)

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